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Neue Norm für PV-Wechselrichter

IEC 62109-2:2011-06

Mit der IEC 62109-2:2011-06 ist eine neue Ausgabe der Norm für Wechselrichter zur Anwendung in Photovoltaik-Anlagen veröffentlicht worden.

Der vollständige Titel lautet:

Safety of power converters for use in photovoltaic power systems – Part 2: Particular requirements for inverters.

Für die elektrische Sicherheit sind folgende Anforderungen enthalten:

 

Fehlerstrom-Überwachung

Bei Wechselrichtern, die mit einer Fehlerstrom-Überwachungeinrichtung (RCMU) ausgestattet sind, müssen a.c und d.c. Fehlerströme als RMS-Wert gemessen werden.

Überschreitet der Fehlerstrom den Wert von ≥ 300mA (Wechselrichter ≤ 30 kVA) bzw. 10 mA pro kVA bei Wechselrichtern ≥ 30 kVA muss der Wechselrichter innerhalb von 0,3 s abgeschaltet werden bzw. eine entsprechende Meldung erfolgen.

Ändert sich der Fehlerstrom plötzlich, so sind folgende Abschaltzeiten einzuhalten:

30 mA           0,3 s
60 mA           0,15 s
150 mA        0,04 s

 

Isolationsmessung

Vor Aufschalten des Wechselrichters auf das Netz muss das PV-Feld über einen bestimmten Isolationswiderstand verfügen.

Unterschreitet der gemessene Isolationswiderstand den Wert von R ≤ (VMaxPV / 30 mA) Ω, so darf der Wechselrichter nicht auf das Netz aufgeschaltet werden.
Diese Isolationsmessung vor Aufschalten darf nicht verwechselt werden mit der nach DIN VDE 0100-712 erforderlichen Isolationsüberwachung im Betrieb der Anlage.

Für die Differenzstromüberwachung steht von Bender das allstromsensitve Differenzstrom-Überwachungsmodul RCMB100 zur Verfügung.

 


Bezugsquelle Norm: www.vde-verlag.de / www.beuth.de

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Neue Norm für mobile Stromerzeuger

DIN VDE 0100-551 (VDE 0100-551):2011-06

Mit der DIN VDE 0100-551 (VDE 0100-551):2011-06 ist eine neue Ausgabe der Norm für mobile Stromerzeuger veröffentlicht worden.

Der vollständige Titel lautet:

Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-55: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Andere Betriebsmittel – Abschnitt 551: Niederspannungsstromerzeugungseinrichtungen (IEC 60364-5-55:2001/A2:2008 (Abschnitt 551)); Deutsche Übernahme HD 60364-5-551:2010 + Cor.:2010.

Gegenüber der früheren Ausgabe von 1997 haben sich die Anforderungen an den Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung nicht wesentlich geändert. Die Anforderungen an das IT-System bzw. die Schutztrennung sind nunmehr anstatt im Anhang ZB in den Abschnitten 551.4.4 „Zusätzliche Anforderungen im IT-System“ bzw. 551.4.5 „Zusätzliche Anforderungen bei Schutztrennung“ aufgeführt.

 

Werden mehrere elektrische Verbrauchmittel an einen mobilen Stromerzeuger angeschlossen, so muss für einen sicheren Betrieb eine der beiden folgenden Maßnahmen erfüllt sein:

 

1) Schutztrennung mit Isolationsüberwachung und Abschaltung

Beim Sinken des Isolationswiderstandes zwischen aktiven Teilen und dem ungeerdeten Potentialausgleichsleiter unter 100 Ω  je V Nennspannung müssen die Stromkreise der elektrischen Verbrauchsmittel innerhalb 1 s selbsttätig von der Stromerzeugungseinrichtung abgeschaltet werden. Eine Begrenzung der Netzausdehnung und die Einhaltung der Abschaltbedingung beim Auftreten von zwei Fehlern sind dann nicht erforderlich.

 

2) Schutztrennung mit Kabel – und Leitungslängenbegrenzung und Abschaltung

Die Gesamtlänge der Kabel und Leitungen muss so begrenzt sein, dass das Produkt aus Nennspannung in Volt und Gesamtlänge in Meter nicht größer als 100000 ist, jedoch darf die Gesamtlänge der Kabel und Leitungen 500 m nicht überschreiten, und es sind die Abschaltbedingungen nach DIN VDE 0100-410(VDE 0100-410):2007-06, 411.6.4 einzuhalten.


Für die Lösung der unter Punkt 1) aufgeführten Maßnahme steht von Bender das Isolationsüberwachungsgerät A-ISOMETER IR423 zur Verfügung.
 


Bezugsquelle Norm: www.vde-verlag.de / www.beuth.de

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